Tarifvertrag hessen stunden

Wenn Forscher an eine andere Universität oder Forschungseinrichtung wechseln, gehen sie hinsichtlich ihres Erfahrungsniveaus nicht an den Anfang zurück. Die einschlägige Berufserfahrung und damit auch die bereits auf der jeweiligen Ebene verbrachte Zeit werden anerkannt. Dies muss jedoch beantragt werden. Wenn der neue Arbeitgeber besonders daran interessiert ist, einen bestimmten Forscher einzustellen, kann er möglicherweise sogar ein höheres Lohnband aushandeln oder sogar früher als geplant auf ein höheres Erfahrungsniveau wechseln. Dennoch können Forscher einen Lohnverlust erleben, wenn sie zwischen verschiedenen Tarifverträgen und Erfahrungsstufen wechseln. Es ist daher wichtig zu prüfen, wie sich diese Änderung auf Ihr Gehalt auswirkt, bevor Sie zu einem anderen öffentlichen Arbeitgeber wechseln. Schließlich stellt die WSI-Studie fest, dass die meisten Tarifverträge keine Bestimmungen zur Sicherung von Arbeitszeitgutschriften im Konkursfall enthalten. Während einige Vereinbarungen vage Bestimmungen enthalten, sehen nur die Tarifverträge für Gartenbau und Landwirtschaft die Einführung eines Sonderfonds vor, der die Verluste von Arbeitszeitkrediten im Falle eines Konkurses ausgleichen könnte. Solche Mittel sollten, so heißt es, gemeinsam von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften verwaltet werden. Darüber hinaus hat sich die Einführung sogenannter individueller Arbeitszeitkonten in den letzten Jahren zu einem wichtigen Instrument für flexible Arbeitszeitregelungen entwickelt.

Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WSI) gibt es zahlreiche Tarifverträge, die Bestimmungen für die Einführung und Anwendung dieser Arbeitszeitkonten enthalten.“ Ein Überblick über tarifliche Regelungen“, Reinhard Bispinck, WSI Informationen zur Tarifpolitik, Düsseldorf, Februar 1998). Forschungsmitarbeiter sind Beamte, und ihr Tarifvertrag sieht eine jährliche Sonderzahlung vor. Dies ersetzt den früheren bezahlten Urlaub und Weihnachtsgeld. Sie beträgt je nach Gehaltsband und Erfahrungsstufe zwischen 33 % und 60 % ihres durchschnittlichen Monatsgehalts. Es gibt auch Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. Zusätzliche Leistungen werden auch an wissenschaftliche Mitarbeiter gezahlt, z.B. wenn sie besonders erfolgreich mit dem Erwerb von Drittmitteln sind.